
Der erfrischende Nebel an einem Küsten-Morgen, der Sonnenuntergang, der sich für Sekunden in einem Glas kühlen Riesling bricht – das Leben besteht aus flüchtigen Fragmenten. Wir jagen Momenten hinterher, die bereits verblassen, während wir sie noch spüren. Diese Sehnsucht, das Unaufhaltsame zu stoppen, ist der Ursprung jeder Linie.
In einer Welt, die sich immer schneller dreht, versuchen wir, das Wesen der Zeit in Konturen zu bannen. Ein Bild ist mehr als nur Ästhetik; es ist der Versuch, die Vergänglichkeit zu überlisten. Wir ziehen Linien um Erinnerungen, damit sie nicht im Rauschen des Alltags untergehen.


Es ist der Wunsch, das Gefühl eines Augenblicks festzuhalten – pur, reduziert und für immer präsent. Denn auch wenn der Moment vergeht, bleibt die Zeichnung als sein Echo bestehen. Ein Anker im Fluss der Zeit.


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